Zahlungsprobleme haben mit Liquidität zu tun. Liquidität hat mit Planung zu tun. Planung hat mit harter Arbeit zu tun: Mit welchen Ausgaben müssen wir rechnen? Und mit wie vielen Einnahmen können wir rechnen?

Das Ergebnis heisst Liquiditätsrechnung. Viele Unternehmen foutieren sich darum. Das kann sie teuer zu stehen kommen. Weil die Betreibung droht. Und im schlimmsten Fall der Konkurs.

Wir möchten dazu beitragen, dass Ihnen Ähnliches erspart bleibt – indem wir Sie hier informieren und auf Wunsch gerne beraten.

Der Grund-Satz

Liquidität ist das A und O eines Unternehmens.

Viele Unternehmen verschwinden, obwohl sie eine gute Geschäftsidee hatten. Obwohl sie Kunden hatten. Obwohl sie Rechnungen schreiben konnten. Obwohl Geld in die Kassen kam.

Aber weil die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben grösser und grösser wurde, lässt die Liqudität mehr und mehr zu wünschen übrig. Oder noch komplexer: Der Zeitpunkt der Einnahmen entspricht nicht dem Zeitpunkt der Ausgaben. Bis zum bitteren Ende.

Liquidität kann sich ein Unternehmen beschaffen – zum Beispiel mit einem Kredit. Oder indem es mit seinen Lieferanten spezielle Zahlungskonditionen vereinbart. Oder die Bezahlung der fälligen Rechnungen hinauszögert.

Zeit ist Geld

Rechnungen schreiben ist eine Arbeit wie jede andere. Und sie wird wie jede andere oft aufgeschoben. Weil dies und das wichtiger ist.

Das Wichtigste in einem Unternehmen ist – finanziell betrachtet – die Liquidität. Also ist es das Wichtigste, so rasch als möglich die Rechnungen zu schreiben. Damit die Liquidität so rasch als möglich verfügbar ist.

Liquidität? Eine rein rechnerische Frage

Ein Beispiel aus unserer Praxis: Herr X ist Unternehmer. Er will sein Unternehmen verkaufen. Zum einen, weil er älter und älter wird und nicht mehr so richtig mag. Zum anderen, weil ihm das Unternehmen nicht mehr so richtig Freude macht. Wegen der Geschäftszahlen, die sich laufend verschlechtern.

Herr Y ist jung. Er steckt voller Tatendrang. Er will Unternehmer werden und kauft Herrn X sein Unternehmen ab. Zu einem Schnäppchenpreis. Weil er nicht viel mehr als die Summe bezahlt, die aktuell der Saldo auf dem Kontokorrent ausmacht.

Der Umsatz beträgt CHF 200'000 im Jahr. Er müsste dreimal so hoch sein, damit Herr Y von seinem Unternehmen leben könnte. Aber schon die CHF 200'000 sind ein Problem für ihn. Denn er muss Materiallieferungen, Löhne und weitere Ausgaben für mindestens 60 Tage vorfinanzieren.

Die Liquiditätsrechnung, die sich daraus ergibt: CHF 200'000 : 365 Tage x 60 Tage = CHF 32'876.71

Beläuft sich die Liquidität – das Guthaben auf dem Kontokorrent – auf CHF 10'000 oder 20'000, steht das Unternehmen von Herrn Y von allem Anfang an unter einem schlechten Stern. Weil er mit seinen flüssigen Mitteln gerade mit Ach und Krach den Kaufpreis aufbringen konnte. Das Ende ist damit absehbar – ein böses Ende.

Umlaufvermögen: für viele Unternehmen ein Fremdwort

Einnahmen und Ausgaben – das ist allen ein Begriff. Aber „Umlaufvermögen“?

Das Umlaufvermögen eines Unternehmens umfasst jene Positionen, die im Rahmen des Betriebsprozesses umgesetzt werden – und deren Bestand sich immer wieder ändert. Einerseits durch Zugänge, andrerseits durch Abgänge.

Zum Beispiel Debitoren. Zum Beispiel unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen. Oder fertige Erzeugnisse. Zum Beispiel geleistete Anzahlungen.

Dieses Umlaufvermögen muss finanziert werden. Und diese Finanzierung beansprucht Kapital bzw. Liquidität. Eine simple Tatsache. Dennoch ist sie vielen Unternehmern nicht oder zu wenig bewusst.

Warum? Weil das Umlaufvermögen für viele eine abstrakte Grösse darstellt. Im Gegensatz zu einem Auto oder einer Maschine.

Wenn es Ihnen ähnlich ergeht: Wir helfen Ihnen auf Wunsch, Ihr Umlaufvermögen zu beziffern. Und die daraus nötigen Schlüsse zu ziehen.

Die Vergangenheit ergibt die Zukunft

Viele Einnahmen und Ausgaben sind bekannt oder sie lassen sich berechnen.

Bekannt ist zum Beispiel die Lohnsumme: Sie ist Monat für Monat dieselbe. Berechnen lässt sich zum Beispiel der Lagerumschlag: Er ergibt sich aus dem Durchschnitt vergangener Monate oder Jahre.

Steinchen für Steinchen fügt sich auf diese Weise ein Mosaik zusammen, das sich Liquiditätsplan nennt. Für einen solchen Plan benötigen Sie eine Excel-Tabelle, die Zahlen der Vergangenheit und die Zeit, sich damit zu beschäftigen.

Wenn Sie die Zeit nicht haben oder nicht aufbringen wollen: Wir können Ihnen behilflich sein.

Unwägbarkeiten

Liquiditätsengpässe kann es in einem Unternehmen aus heiterem Himmel geben.

Ein Beispiel aus unserer Praxis: Einem Unternehmen wurde der Mietvertrag gekündigt.

Schon eine private Zügel-Aktion kostet Geld. Wenn aber 60 Mitarbeiter mitsamt Maschinenpark und Warenbeständen umziehen müssen, dann kann das ins dicke Tuch gehen. In diesem Fall ein sechsstelliger Betrag.

Er war nicht nur für den Umzug nötig. Sondern auch für die baulichen und betrieblichen Massnahmen am neuen Ort: So mussten u.a. die Böden verstärkt und zur Verminderung von Geruchsemissionen spezielle Lüftungsanlagen installiert werden.

Ratsam wäre es gewesen, gleich nach der Kündigung das Gespräch mit der Bank zu suchen. Der Zeitpunkt wurde verpasst – das Unternehmen kam ins Strudeln. Was mit den richtigen Entscheiden im richtigen Moment zu verhindern gewesen wäre.

Rückstellungen statt Gewinn

Wie viel Gewinn haben Sie mit Ihrem Unternehmen im letzten Jahr erwirtschaftet? CHF 50'000, 100'000, 200'000?

Es kann ratsam sein, diese Summe zu halbieren. Zum einen, um die Steuerbelastung zu reduzieren. Und zum anderen, um die Rückstellungen zu erhöhen – als Reserve für künftige Engpässe.

Liquiditätsspritze von der Bank?

Banken haben Geld. Banken geben Geld. Nur gehen Sie damit extrem vorsichtig um – vor allem, wenn es um Kredite an kleine und mittlere Unternehmen geht.

Sprechen Sie ruhig bei Ihrer Bank vor, falls Sie einen Kredit von ihr wünschen. Aber geben Sie sich nicht der Illusion hin, dass die Bank Ihren Wunsch einfach erfüllt. Man wird sie zwar freundlich empfangen, zumal wenn die Bankbeziehung bereits länger intakt ist. Doch alles Weitere muss sich ergeben.

Die Behandlung eines Kredits kann sich in die Länge ziehen. Weil die Bank zum Beispiel die Abschlüsse der letzten Jahre verlangt. Weil sie dazu Fragen über Fragen hat. Weil sie zusätzlich einen Businessplan sehen will.

Das alles kostet Zeit – und kann das Überleben eines Unternehmens gefährden.

Förderlich für Kreditgesuche sind Sicherheiten – auch privater Art: Einfamilienhaus, Wertschriftenbestände und so weiter. Wobei sich mitunter die Frage stellt, ob man die Sicherheiten nicht besser in Liquidität umwandelt und ins Unternehmen investiert – statt sich einer Bank auszuliefern.

Maschine futsch – Liquidität futsch

Ein Liquiditätsengpass ist auch durch einen simplen Maschinenschaden möglich. Die Frage, die sich dann stellt: Kann man die Maschine innert nützlicher Frist reparieren oder ersetzen? Für welche Variante sprechen Faktoren wie Stillstandzeiten und Aufwand für die Neukonfiguration und die Schulung von Mitarbeitern?

Um die Liquidität zu schonen, kommt unter Umständen das Leasing einer neuen Maschine in Frage. Um sich zusätzliche Liquidität zu beschaffen, kommt unter Umständen ein Sale-and-Lease-Back in Frage.

Rein steuerlich betrachtet eine interessante Option. Weil sich die Schuldzinsen in der Steuererklärung in Abzug bringen lassen.

Es gibt aber auch Negativpunkte:Je nach Gegebenheiten zahlt man nicht nur die Zinsen. Sondern auch einen Risikozuschlag. Und allenfalls gewisse Versicherungsprämien, die man sich bei einem Kauf ersparen kann. Analog zur Vollkasko-Versicherung bei einem geleasten Wagen. Davon abgesehen begibt man sich auch in eine gewisse Abhängigkeit vom Leasinggeber – ähnlich wie bei einem Kredit.

Es wird eng. Was nun?

Wenn das Liquiditätsproblem gravierend ist, ist oft die gesamte Situation gravierend – oder sogar aussichtslos.

Die Banken als Retter in der Not? Vielleicht.

Gerät ein Unternehmen ernsthaft in Schräglage, schauen die Banken nicht mehr lange zu, denn sie stehen auch unter Druck. Sie drehen den Geldhahn zu. Indem sie keine weiteren Kredite mehr gewähren. Oder eine bestehende Kreditlimite reduzieren. Oder einen Kredit kündigen – mit der Forderung, die offenen Positionen innerhalb weniger Monate zu tilgen.

In solchen Fällen gibt es nur noch eins: die möglichst geordnete Liquidation des Unternehmens

Rücke vor bis auf null

Eine Liquidation mit anschliessendem Neuanfang hat handfeste Vorteile: Man fängt wirklich bei null an.

Versucht man umgekehrt das Unternehmen zu retten, ist es unter Umständen schon eine Riesenleistung, wenn man aus den dunkelroten Zahlen in die Nähe einer schwarzen Null kommt.

Ende gut - alles gut

Ein Unternehmen, das 10 Angestellte hat, kann die Löhne nicht mehr zahlen. Die privaten Reserven und sonstigen Möglichkeiten sind ausgeschöpft. Eine Bank als rettender Engel ist nicht in Sicht. Der Konkurs ist unausweichlich.

Diese Lösung hat durchaus positive Seiten. Wenn man ein Unternehmen gründet und die bisherigen Aktivitäten mit demselben Personal fortsetzt.

Immerhin hat man dafür gesorgt, dass 10 Angestellte weiterhin Arbeit und Lohn haben.

Nicht nur das: Durch die Weiterbeschäftigung des Personals trägt man dazu bei, dass der Konkurs weniger heftig ausfällt. Weil keine Löhne mehr geschuldet sind.

Diesen Positiveffekt kann man zusätzlich verstärken. Indem man zum Beispiel die Lagerbestände ganz oder teilweise übernimmt. Dadurch fliessen dem alten Unternehmen finanzielle Mittel zu. Und das neue Unternehmen kommt zu speziell günstigen Konditionen zu Rohstoffen, halbfertigen oder ganz fertigen Warenbeständen.

Und ist der Ruf erst einmal ruiniert

Wir raten dringend davon ab, einen Konkurs leichtfertig herbeizuführen.

Ein Konkurs ist ein Ereignis, das sich rasch herumspricht. Nicht nur unter bestehenden Kunden und Lieferanten, sondern auch unter potentiellen.

Nicht genug: Die Halbwertszeit von Konkursen entspricht jenen von atomaren Katastrophen. Sie haben Auswirkungen, die jahrelang anhalten – jahrzehntelang und länger.

Ware heute - Zahlung irgendwann

Ein beliebtes Mittel, die Liquidität zu erhöhen: Man erhöht die Zahlungskadenz. Statt innerhalb von 30 Tagen begleicht man Rechnungen nach 60 oder 90 Tagen.

Das kann ins Auge gehen. Und das gleich mehrfach.

Die Lieferanten ändern ihre Zahlungskonditionen. Das Zahlungsziel beträgt nicht mehr 30 Tage, sondern 10 Tage. Die Ware wird nur noch gegen Vorauszahlung geliefert.

Die Wirtschaftsauskunfteien geben über das Unternehmen schlechte Bonitätsbeurteilungen ab.

Der gute Ruf des Unternehmens beginnt zu leiden. Zuerst im Kreise nahestehender Personen. Später im weiteren Umfeld.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Wird die Liquidität knapper und knapper, kann man sich zu retten versuchen. Ein Weg führt zu sämtlichen Lieferanten mit offenen Rechnungen. Und zu Verhandlungen darüber, ob sie bereit sind, beispielsweise auf einen Drittel ihrer Forderungen zu verzichten.

Ein solches Entgegenkommen lässt sich zwar bewerkstelligen. Nur: In den Forderungsverzicht müssens ämtliche Lieferanten einwilligen. Also zum Beispiel auch der Büromateriallieferant, dessen Ausstände sich auf marginale Beträge belaufen.

Die Zeit, die Sie für die Verhandlungen mit den Lieferanten investieren, fehlt Ihnen, um Ihr Kerngeschäft zu betreiben.

Und selbst wenn Sie den Forderungsverzicht zustande bringen: Ihr Unternehmen und Ihr guter Ruf sind angeschlagen. Und das kann schnell zu Buche schlagen.

Zwei Seiten der Medaille

Liquidität ist von doppeltem Interesse.  Erstens, wenn es um Ihr eigenes Unternehmen geht. Zweitens, wenn es um andere Unternehmen geht – jene die Sie mit Waren und Dienstleistungen beliefern. Auf die Bonitätsprüfung von Unternehmen haben sich Wirtschafsauskunfteien spezialisiert.

Zum Beispiel: Moneyhouse, Creditreform, Dun and Breadstreet

Auskünfte holen Sie innerhalb von Sekunden via Internet ein – zu relativ günstigen Kosten.

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Ein Blick in Ihre Erfolgsrechnung.
Ganz besonders, wenn Erfolgsrechnungen für Sie ein Buch mit sieben Siegeln sind. Oder wenn Sie schon länger mit demselben Treuhänder zusammenarbeiten. Und weil Sie und er im Laufe der Zeit betriebsblind geworden sind.

Wie wir rechnen.

Wir rechnen grundsätzlich nach Aufwand. Lässt sich dieser Aufwand abschätzen, machen wir Ihnen eine Offerte. Zusätzlich bieten wir Ihnen eine pauschale Verrechnung an. 

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